Welche Maßnahmen werden ergriffen um die Auswirkungen von Unterwasserlärm auf Meeressäugetiere zu minimieren?

Während der Bohrarbeiten ist das Pfählen des ersten Stahlrohrs (Leiter, Durchmesser 75-90 cm) in eine Tiefe von etwa 50-80 Metern unter dem Meeresboden die stärkste Schallquelle. Die Auswirkungen können durch verschiedene Techniken begrenzt werden, die den Unterwasserlärm auf Standards reduzieren, welche Meeressäugetiere nicht schädigen, unter anderem:

  • Das Bohren oder einvibrieren des Standrohrs anstatt zu pfählen
  • Die Verwendung von Blasengittern

Während der seismischen Untersuchung kommt es durch den Einsatz sogenannter „Luftgewehre“ zu Unterwassergeräuschen. Wenn eine angepasste Starttechnik („Soft-Start“) verwendet wird, werden Meeressäugetiere angeregt zu Beginn der Untersuchung von der seismischen Quelle wegzuschwimmen. Die Erfahrung der letzten fünf Jahre zeigt, dass vorübergehende oder dauerhafte Hörschäden dieser Tiere mit diesen Techniken ausgeschlossen werden können.  Untersuchungen haben gezeigt, dass die Meeressäugetiere innerhalb weniger Stunden nach Abschluss der seismischen Untersuchung zurückkehren. Besondere Beachtung wird auf die Vermeidung der Auswirkungen auf Kälber gelegt, welche zwischen April und August geboren wurden. In diesem Zeitraum werden keine seismischen Untersuchungen durchgeführt.